Flussfahrt auf dem Rhein
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Ballade Fluviale sur le Rhin
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Das Elsass entdecken > Regionale Kultur > Regionale Identität
Die berühmte elsässische Trachtenhaube, Symbol der Region, geriet nach 1945 aus der Mode. Heute kann man sie nur noch bei bestimmten kulturellen und touristischen Veranstaltungen bewundern. Die traditionellen Trachten waren je nach Gegend sehr unterschiedlich und spiegelten den sozialen Stand und die religiöse Konfession der Trägerin wider. So trugen die protestantischen Frauen aus dem Norden die Farben ihrer Wahl, während sich die Katholikinnen vom Kochersberg (nordwestlich von Straßburg) ausschließlich in Krapprot kleideten. Einige verzierten ihren Rocksaum mit Samtbändern. Andere, besonders im Süden, kleideten sich mit bedruckten Baumwollstoffen und zu besonderen Gelegenheiten in Seide mit Kaschmirmotiven.
Die elsassweit getragene Schürze war ganz einfach weiß. Sonntags konnte man jedoch auch reich bestickte Schürzen aus Seide oder Samt sehen, die über Rock oder Kleid getragen wurden. Die Hauben waren sehr unterschiedlich. Ab 1840 kamen immer längere Bänder in Mode. Während das Band der protestantischen Frauen ausschließlich schwarz war, war das der Katholikinnen farbig und häufig mit Motiven verziert. Diese Besonderheiten können so manchen überraschen, da die Illustratoren ein falsches Bild von der traditionellen elsässischen Tracht verbreiteten. Nach der Wiedereingliederung des Elsass in Frankreich wurde die Tracht, wie sie von den Illustratoren gezeigt wurde, für die ganze Region übernommen und die frühere Trachtenvielfalt geriet in Vergessenheit.