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Regionale Identität: Regionales Kunsthandwerk

Tonwaren

Die Töpferkunst ist im Elsass weit verbreitet, insbesondere in Betschdorf und in Soufflenheim. In dem Ort Betschdorf werden bemerkenswerte Stücke angeboten, deren Herstellungstechnik seit 1717 unverändert geblieben ist. Sie werden aus einem grauen Ton geformt und mit einem kobaltblauen Dekor versehen, bevor sie im Ofen gebrannt werden und gegen Ende des Brennvorgangs durch Beigabe von grobem Salz eine Glasur erhalten. In Soufflenheim wird das Töpferhandwerk seit der Renaissance praktiziert. Vorherrschende Farben sind gelb, grün oder braun und es werden unterschiedlichste Objekte hergestellt, zum Beispiel Auflaufformen, Gugelhupfformen, Krüge…

Mobiliar

Handgefertigtes elsässisches Mobiliar gibt es in besonderer Fülle und Vielfalt. So befanden sich in fast allen traditionellen Häusern Sitztruhen, Schränke, Baldachinbetten, Buffets und Kachelöfen. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts dominieren Tannen-, Kiefern- und Pappelhölzer, die später von Eichenholz und Obstbaumhölzern abgelöst werden. Typisch elsässische Schmuckelemente bestehen oft aus Blumen, Rosetten, geometrischen Motiven, Sternen und Symbolen für den Baum des Lebens. Bei den Farben sind örtliche Unterschiede festzustellen. So werden bei Stücken aus dem Departement Oberelsass in der Regel türkise Untergründe bevorzugt, während die Handwerker des Departements Unterelsass rote und ockerfarbene Untergründe vorziehen. Außerdem sind die Möbelstücke aus dem Oberelsass oftmals mit Schnitzereien verziert, während im Unterelsass Malereien beliebter sind.

Kelsch

Dieser Stoff wurde lange Zeit für die Herstellung von Haushaltstextilien verwendet. Man findet ihn noch oft in Form von rot und blau karierten oder gestreiften Tischdecken. Während Kelsch früher ein Leinen- oder Hanfgewebe war, wird es heute aus einem Mischgewebe aus Leinen und Baumwolle gefertigt. Etymologisch stammt der Begriff „Kelsch“ aus der Stadt Köln, Herkunft des blauen Farbstoffes, der bei der Herstellung dieses Stoffes verwendet wurde.

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