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Text verkleinern Text vergrößern Die Schönen Künste: Malerei und Bildhauerei

Regionale Identität: Die Schönen Künste: Malerei und Bildhauerei

Malerei

Im 15. Jahrhundert entsteht die Kunst der elsässischen Bildmalerei, insbesondere mit den Werken des aus Colmar stammenden Martin Schongauer. Der Höhepunkt seiner Kunst ist ohne Zweifel das Gemälde „Madonna im Rosenhag“, welches in der Colmarer Dominikanerkirche aufbewahrt wird. Harmonie, Feinheit, Ausgewogenheit und Beherrschung der Farbe sind hier genau zu erkennen. Ein anderes in Colmar zu besichtigendes Werk ist der Isenheimer Altar von Matthias Grünewald im Museum Unterlinden. Der Künstler ist sehr schnell zum Meister der Darstellung von Volumen und Oberflächen geworden, wodurch die Szenen in seinen Bildern sehr detailreich gearbeitet sind und oft geradezu verfremdet wirken. Das 16. Jahrhundert wird geprägt von den Stillleben des Sebastian Stosskopf, von denen ein großer Teil im Museum der Schönen Künste in Straßburg ausgestellt ist. Im 19. Jahrhundert schafft Gustav Doré, Maler und Illustrator, seine Hauptwerke „L'Enigme“ (Das Rätsel) und „Le Christ quittant le Prétoire“ (Christus, der den Gerichtssaal verlässt), ein 9 Meter breites und 6 Meter hohes Gemälde, welches im Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst in Straßburg ausgestellt ist. Als begabter Portraitmaler und Zeichner hat Jean-Jacques Henner einige interessante Werke geschaffen, darunter „L'Alsace, province perdu“ (Elsass - verlorene Provinz) und „Fabiola au voile rouge“ (Fabiola mit rotem Schleier). Im 20. Jahrhundert schließlich erscheint Tomi Ungerer, Zeichner und Grafiker aus Straßburg, der schnell eine internationale Karriere einschlägt.

Bildhauerei

Im 19. Jahrhundert schuf August Bartholdi eines der bekanntesten Baudenkmäler der Welt. „Freiheit, die die Welt erhellt“, bekannter unter dem Namen „Freiheitsstatue“ wurde in der Tat im Jahr 1865 von dem aus Colmar stammenden Bildhauer geschaffen. Er schuf außerdem zahlreiche Statuen für seine Geburtsstadt sowie den Löwen von Belfort. Das Elsass war ebenfalls die Wiege des Bildhauers Hans Arp. Er war zunächst Dadaist, später Surrealist und schuf Reliefs aus bemaltem Holz, Stickereien und Papiercollagen, bevor er ein Meister der Reliefskulpturen wurde. Die meisten seiner Werke können im Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst in Straßburg besichtigt werden; es ist aber auch möglich, einige seiner Skulpturen beim einfachen Schlendern durch die Avenue du Général De Gaulle in Straßburg zu berühren und zu bewundern.

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