Last Minute

Flussfahrt auf dem Rhein
À partir de 210€
Einzelheiten...

Unterlagen
Reservieren

Ballade Fluviale sur le Rhin
À partir de 210€
Einzelheiten...

Unterlagen
Reservieren

Broschüren Goodies Espace Fotogalerie Weiterempfehlen Newsletter Weiterempfehlen Zu Favoriten hinzufügen Drucken Flux RSS Site Map Karte Elsass

> Das Elsass entdecken > Regionale Kultur > Geschichte

Text verkleinern Text vergrößern Geschichte

Geschichte

58 v. Chr. bis 750 n. Chr.

Die Geschichte des Elsass beginnt mit den Römern im Jahre 58 v. Chr.

Im 5. Jahrhundert erobern die Alemannen das Elsass, die jedoch bald von den Merowingern verdrängt werden. Es erfolgt eine regionale Umstrukturierung mit der Unterstützung der Kirche.

Um 625-630 taucht zum ersten Mal die Bezeichnung Elsass für ein Herzogtum auf, das sich zwischen 740 und 750 auflöst. Es wird in zwei Teile aufgeteilt, auf die man auch die heutigen Departements zurückführen kann.

Vom 11. bis zum 15. Jahrhundert

842 wird der Grundstein der Aufteilung Europas durch Karl den Großen durch die auf Althochdeutsch und Altfranzösisch verfassten Straßburger Eide gelegt.
Im 11. Jahrhundert gründen die Ottonischen Herrscher das Heilige Römische Reich Deutscher Nation mit Straßburg als einem seiner Zentren.
1048 – 1054: Der elsässische Papst Leo IX. modernisiert die Kirche.
Im 12. Jahrhundert üben die Hohenstaufen vom Elsass aus ihre kaiserliche Macht aus und gründen verschiedene Städte. Eine der wichtigsten unter ihnen ist Hagenau.
Im 14. Jahrhundert werden die Städte frei. Zehn unter ihnen bilden 1354 einen Städtebund, die Dekapolis. Landwirtschaft und Handel profitieren von der Rheinschiene und der Verbindung mit Italien (Sankt Gotthard). Der Wohlstand der Region schlägt sich in der gotischen Baukunst nieder. Vor allem die Straßburger Kathedrale kann man als Kronjuwel der Epoche ansehen.
Im 15. Jahrhundert ist das Elsass die intellektuelle Heimstatt des Buchdrucks, dessen erste Versuche hier stattfinden.

Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert

Die Region wird zum Schmelztiegel von Humanismus und Reformation. Luthers Thesen haben großen Erfolg und führen 1525 zum Bauernaufstand, der mit harter Hand unterdrückt wird.

Der Übergang zur Epoche der Renaissance wird architektonisch mit der virtuosen Bildhaftigkeit des Isenheimer Altars von Matthias Grünewald markiert.
Die Renaissance übt im Elsass vor allem Einfluss auf die Stadtarchitektur aus; das Stadtbild wird nun durch herrliche öffentliche Gebäude und Bürgerhäuser geprägt.

Der Dreißigjährige Krieg bringt ein jähes Ende des Wohlstands mit sich und führt zu schweren Verwüstungen im Elsass. Mit dem Frieden von 1648 wird die Provinz nach und nach dem Königreich Frankreich einverleibt.
Ludwig XIV. nimmt 1681 Straßburg ein, der Rhein dient nun als Grenze. Mit dem Wiederaufbau geht ein erneuter Aufschwung der Region einher, befeuert durch den wiedergewonnenen Einfluss der Katholischen Kirche. Barock und Klassizismus stehen in voller Blüte, französische und deutsche Einflüsse verbinden sich in der Architektur des Elsass sowohl bei sakralen als auch bei weltlichen Bauten. Auch der Orgelbau steht nun im Zenit und hinterlässt ein einzigartiges Kulturerbe.

Mit der Revolution von 1789 wird die Integration des Elsass in den französischen Nationalstaat vollendet. Während der Zeit Napoleons dient die Region den Armeen als Nachschubdepot an Mensch und Material.
Nach der Schlacht bei Waterloo 1815 und einer Besetzung durch die antinapoelonischen Alliierten gerät die Region in eine wirtschaftliche Krise. Das Handelsbürgertum arbeitet daraufhin an der Modernisierung der Wirtschaft und passt sie den neuen Gegebenheiten an. Dank des industriellen Aufschwungs entkommt die Region um 1850 der Rezession. Wirtschaft und Städte werden weiter modernisiert…

Ab 1871 gehören Elsass und nördliches Lothringen zum Deutschen Kaiserreich.
1918 wieder an Frankreich zurückgegeben, unterliegt die Region jedoch einer verwaltungstechnischen Sonderstellung und profitiert vor allem durch die Anwendung der deutschen Sozialgesetzgebung. Die zunächst blühende Industrie bekommt die Wirtschaftskrise (1930) zu spüren und wird dann vom Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Mitleidenschaft gezogen.

Von 1940 bis 1944/45 erleidet die Region das Joch der Naziherrschaft.

Seit 1949

1949 kommt der Europarat als zweite europaweite Organisation nach Straßburg, nach der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt. Das Europäische Parlament tagt dort, und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat dort seinen Sitz. Straßburg und Genf sind die beiden einzigen Städte, die internationale Institutionen beherbergen, ohne Hauptstädte zu sein.

1979: Das nach Allgemeinem Wahlrecht gewählte Europäische Parlament nimmt in Straßburg seinen Sitz ein. Es folgen der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, das Europäischen Jugendzentrum, der Fernsehsender ARTE, der Eurokorps und die Versammlung der Regionen Europas, die zusammengenommen das Elsass zu einem Ort im Herzen Europas werden lassen.

1994 - 1999: Bau des neuen Europaparlaments