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Romanische Baukunst
Der Grundriss romanischer Kirchen im Elsass gleicht einem lateinischen Kreuz. Das Langschiff repräsentiert dabei den Längsbalken des Kreuzes, das Transept dessen Querbalken. Über der Vierung ragt, wie zum Beispiel in Gebweiler oder Schlettstadt, meist ein Turm. Charakteristisch für die gotische Baukunst sind schwere Mauern und das Beibehalten einfacher Formen im Dekor. Bewehrte Glockentürme treten im 12. Jahrhundert in Erscheinung, der Hochzeit dieser Epoche. Nach und nach verschwindet nun der zentrale Vierungsturm und wird, wie in Murbach, durch zwei seitliche Türme ersetzt. Ab Ende des 12. Jahrhunderts bereichern Kirchenportale mit Bogenfeldern und polygonale Chöre die Bauten. Schmuckelemente beschränken sich auf die Portale und Säulenkapitelle.
Gotische Baukunst
Der gotische Stil findet im Elsass zum ersten Mal Anwendung beim Bau des Südschiffes der Kathedrale Notre Dame in Straßburg und setzt sich Dank des allgemeinen Aufschwungs der Städte schnell durch. Bald zeigt sich dann die Hochgotik mit lichtdurchfluteten, die Vertikale betonenden Konstruktionen. Perfekte Beispiele dafür sind die Colmarer Stiftskirche und die Abteikirche in Weißenburg. Um 1300 entfernt man aus vielen Gebäuden jeglichen überflüssigen Schmuck und kommt so auf eine in ihrer Einfachheit strenge Architektur. Dies ist zum Beispiel bei St. Thomas in Straßburg der Fall. Im 15. Jahrhundert entwickelt sich die Spätgotik, die an der Integration von Flammenelementen, ihrem charakteristisches Merkmal, leicht zu erkennen ist. Zu dieser Strömung gehören die Stiftskirche Sankt Theobald in Thann sowie die Spitze der Straßburger Kathedrale.